• Franz Gertsch
    Cima del Mar, 1990
    Holzschnitt, 144 x 125.5 cm
    Handabzug 2/7 auf Kumohadamashi Japanpapier von Heizaburo Iwano, 167 x 153 cm
    Kobaltblau
    Privatsammlung
    © Franz Gertsch

Franz Gertsch. Meer

Der Ausstellungsraum im Erdgeschoss des Museum Franz Gertsch ist ganz dem Thema "Meer" gewidmet. Hier treffen Holzschnitte und ein Gemälde aus verschiedenen Schaffensjahren aufeinander, die sich mit Wasser und der Uferzone in Frankreich (Saintes-Maries-de-la-Mer) und Spanien (Ibiza) beschäftigen. Dabei erlebt ein neuer Holzschnitt seine Premiere.

An der Stirnwand wird weiterhin das zuletzt fertig gestellte Gemälde des Künstlers „Meer 2017“ (2016/17) gezeigt. Die Beschäftigung mit dem aufgewühlten Meer nach einem heftigen Morgengewitter geht auf Franz Gertschs frühere Werke zu Saintes-Maries-de-la-Mer in Südfrankreich zurück („Saintes Maries de la Mer I–III“, 1971–72). Bereits 2013 war ein Holzschnitt im Rückgriff auf dieses Thema entstanden, der, ausgehend von einer Fotografie aus dem Jahr 1971, ein bereits aus der Malerei bekanntes Motiv variierte („Saintes Maries de la Mer“, 2013). Das Gemälde stellt nun jedoch nicht die Mädchen am Strand dar (wie im Holzschnitt zu sehen) sondern ein stimmungsvolles Seestück ohne menschliche Figuren in dynamischer, lockerer Malweise.

„Cima del Mar“, ein früher Holzschnitt aus dem Jahr 1990, der hier in mehreren Farbvarianten zu sehen ist, zeigt eine schwer zugängliche Bucht auf Ibiza und lädt zur genauen Betrachtung ein. Der neueste Holzschnitt von Franz Gertsch greift auf Vorlagen aus dem gleichen Zeitraum zurück: Bei „Maria II“ (2017/18) entsteigt eine weibliche Figur venusgleich dem sich kräuselnden, schäumenden Meer.

Die Ausstellung wurde kuratiert von Anna Wesle in Zusammenarbeit mit dem Künstler.

Franz Gertsch. Meer

Ein neuer Holzschnitt von Franz Gertsch erlebt seine Premiere in Ausstellungsraum 1.