• Miriam Cahn
    tier 23.3.1995 (1995)
    Oel auf Leinwand, 29 x 21 cm
    Slg. Nationale Suisse
    (c) Miriam Cahn

Zwischenlandung

Werke aus der Sammlung Nationale Suisse

Kuratiert von Claudio Moser

Rauminterventionen von Karim Noureldin und Luc Mattenberger

Hans Theler (1904–1998) begründete die Sammlung der Schweizerischen National-Versicherungs-Gesellschaft, die von seinem Sohn und Nachfolger René Theler (*1935) weitergeführt wurde. Im Verlauf von über sechzig Jahren bis heute wurden zahlreiche Arbeiten namhafter Schweizer Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts zusammengetragen.

Die Ausstellung im museum franz gertsch basiert auf dem Prinzip der „artist’s choice“. Der Schweizer Künstler Claudio Moser (*1959) hat eine persönliche Auswahl getroffen und lässt den Besucher an seinem eigenen Blick auf die Sammlung Nationale Suisse teilhaben. Geführt von Mosers assoziativen, erinnernden und visionären Texten lässt sich der Besucher auf eine träumerische Entdeckungsreise durch die verschiedenen Räume ein. Dieser intuitive, synästhetische Zugang erlaubt das Erspüren der verschiedenartigen Werke, ein sich Hineinfühlen und Mitschwingen. Bezüge zeigen sich zwischen den Gemälden, Zeichnungen und Objekten, feine Verbindungslinien werden deutlich und leiten von einem Kunstwerk zum anderen. Zwischengelandet im museum franz gertsch ergibt sich für den Besucher eine einzigartige und temporär begrenzte Möglichkeit, mit den Werken aus der Sammlung Nationale Suisse in einen ästhetischen und emotionalen Dialog zu treten.

Zu Beginn des Ausstellungsrundgangs begegnet dem Besucher im unteren Foyer die Rakete von Roman Signer (*1938), sowie Werke von John M Armleder (*1948) und Luc Mattenberger (*1980). Raum 2 wird dominiert von Meret Oppenheims (1913–1985) Le bouclier du chef (1965), ergänzt durch einen Granitkopf Remo Rossis (1909–1982). Diesen Werken werden weitere Arbeiten zugeordnet, wie beispielsweise Miriam Cahns (*1949) tier 23.3.1995 (1995), die sich durch feine Schwingungen auszeichnen, die „die Nerven zum Singen bringen“, und zwischen Abstraktion und Figuration changieren. In Raum 3 bestimmt Walter Moeschlins (1902–1961) mystische Position das Konzept. „Au bout du monde et la terre qui tremble“ lässt sich hier als Leitsatz formulieren. Im letzten Ausstellungsraum mit dem Thema „space“ ist eine Plastik das Hauptwerk, die über dreieinhalb Meter hohe Bronzearbeit Big Tongue (1997) von Not Vital (*1948).

Die beiden eigens für die Ausstellung im museum franz gertsch entstandenen Arbeiten haben eigene Räumlichkeiten erhalten. Im Kabinett hat Karim Noureldin die ortsspezifische Zeichnungsinstallation Bel-Air eingerichtet, während im Museumsgarten Luc Mattenbergers neuestes Objekt The Ram zu bestaunen ist.

die Kunst des Versicherns - nationale suisse www.nationalesuisse.ch

Zwischenlandung