• Franz Gertsch
    Soufrière (Guadeloupe), 2012/13
    Eitempera auf ungrundierter Baumwolle
    250 x 370 cm
    Besitz des Künstlers
    © Franz Gertsch

Werke von Franz Gertsch

Unermüdlich im Schaffensdrang, wandte sich Franz Gertsch (*1930) nach der Vollendung des Frühling (2010/11) aus seiner Vier Jahreszeiten-Serie einer weiteren Werkgruppe zu. Das Sujet der Maria war bereits vom genau zehn Jahre zuvor fertiggestellten Holzschnitt bekannt, der jedoch nicht als Teil eines Triptychons gedacht war, sondern als Hommage an die Ehefrau des Künstlers die beiden Themen von Franz Gertschs künstlerischem Schaffen, das Porträt und die Landschaft, verschmolz. Bei Maria (Guadeloupe) (2011/12) handelt es sich nun um das mittlere Gemälde eines Triptychons, das sich unter den Stichworten «Werden – Sein – Vergehen» mit dem Lebenszyklus auseinandersetzt. Das monumentale Aktbildnis der Maria, das nach einer auf Guadeloupe entstandenen Fotografie ausgeführt wurde, steht hierbei mit seiner überlebensgrossen Sinnlichkeit im Mittelpunkt. Pünktlich zu seinem zehnjährigen Jubiläum im November 2012 enthüllte das Museum Franz Gertsch auch das zweite fertig gestellte Gemälde. Bromelia (Guadeloupe) (2012) fasziniert mit der Darstellung einer üppigen karibischen Landschaft mit der leuchtend roten Blüte einer blühenden Bromelia-Pflanze. Seit Juli 2013 wird das dritte, das Triptychon komplettierende Werk ebenfalls im Museum Franz Gertsch präsentiert. Soufrière (Guadeloupe) (2012/13) entführt den Betrachter in die sumpfigeren Tiefen der karibischen Vegetation mit ihren grossblättrigen Pflanzen und Farnen. Eingespannt zwischen zartblauem Himmel und feuchtem Erdreich wird auch hier der Kreislauf der Natur und damit des Lebens sinnlich erfahrbar.

Neben dem Triptychon Guadeloupe werden Herbst (2007/08), Sommer (2008/09) und Frühling (2009-11) gezeigt. Das Gemälde Winter (2009) ist zur Zeit nicht ausgestellt.

Veranstaltungen zu dieser Ausstellung

Werke von Franz Gertsch

Parallel zur Ausstellung von Justine Otto sind in Raum 4 Werke von Franz Gertsch zu sehen.